Koblenzer Originale

  • Dat Kowelenzer SchängelscheDat Kowelenzer Schängelsche
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Koblenzer Originale     Dat Kowelenzer Schängelsche

  • Dat Kowelenzer SchängelscheDat Kowelenzer Schängelsche

Dat Kowelenzer Schängelsche

“Lustisch Kowelenzer Schängelcher mer sein”

Die Statue am Rathaus wurde 1940 von Carl Burger entworfen und ist dem Koblenzer Heimatdichter Josef Cornelius gewidmet, der 1849 bis 1943 lebte. Dat Kowelenzer Schängelsche ist heute der Name für jeden in Koblenz geborenen und hat seinen Ursprung aus der französischen Besatzungszeit in Koblenz. So wurden im Ursprung alle Pänz genannt, die aus der Liäson zwischen Koblenzer Mädels und den französischen Soldaten entstanden sind. Heute ist jeder Kowelenzer stolz ein Schängelchen zu sein.

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Koblenzer Originale     Reche Henrich

  • Reche HenrichReche Henrich

Dä Reche Henrich

 “Herr Owerbergermeister, glawe
 Sie denn alles, watt su gefaselt wierd?”

... ist wohl das bekannteste Kowelenzer Original. Von Beruf Schumacher war er der Enkel des Blemersch Klär. Zu seinen Hauptstreichen gehörte es das 8. Armeekorps zu alarmieren. Als ehemaliger Tambour marschierte er, den Generalmarsch spielend durch Koblenz, worauf hin sich alle am Appellplatz einfanden. Seine Strafe waren sechs Wochen strenger Arrest.
Bei den Schängelcher war er beliebt weil er den Generalmarsch auf aufgeblasenen Backen trommelnd und gleichzeitig summend durch die Straßen lief. Diese versahen in mit dem Lied ....Resch, Resch, Resch Eise eß kai Blech Blech eß kai Eise datt wolle mer demm Resch beweise ....

Ob er der Tochter des Gefängnisdirektor Damenstiefel anfertigte bei denen die Absätze vorne waren, oder einen Schumachermeister bei Nacht aus dem Bett läutete um zu testen ob dieser auch bei Nacht seinen Zylinder trug, er war stets für Scherze zu haben.

Der Oberbürgermeister Lottner drohte ihm mit Arbeitshaus wenn er seinen Lebenswandel nicht änderte, denn er hätte schon viel über ihn gehört. Seine Antwort hierauf war: “Herr Owerbergermeister, glawe Sie denn alles, watt su gefaselt wird? Von Inne hiert mer och su allerhand munkele ... Awer ich glawe su ebbes alles nett, von Inne nett.”

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Koblenzer Originale     Dat Harfe-Len

  • Dat Harfe-LenDat Harfe-Len

Dat Harfe-Len

... Die Harfenspielerin und Sängerin Helene Kribus oder auch Kriwesse Len genannt war auf allen Hochzeiten, Verlobungen und anderen Festlichkeiten ein gern gesehener Gast. Sie erschien dort mit Ihrer Harfe und spielte zu Ihren Gesang. Einer Ihrer Schlager ging

Wer Heuh und Stroh im Stalle hat,
dem wird die Kuh nie mager,
und wer ne schöne Schwester hat,
bekommt auch bald nen Schwager.
Dideldum, dideldum, didel, dum, dum.

Des Abends, wenn es dunkel ist,
sind alle Katzen grau,
und wenn der Mann die Gattin küßt,
dann küß er seine Frau.
Dideldum, dideldum, didel, dum, dum.

Baust du von Brettern dir ein Haus,
so hast du keins von Stein
und ist des Sängers Liedchen aus,
wirds wohl zu Ende sein.

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Koblenzer Originale     Das Pfefferminzje

  • Das PfefferminzjeDas Pfefferminzje

Das Pfefferminzje

... mit bürgerlichem Namen Annemarie Stein aus Bonn hatte ohne Zweifel eine bessere Bildung genossen.
Trotz Ihrer eigenen Lage hatte Sie ein Herz für die Tiere und sammelte bei den Metzgern, Bäckern und Wirten Abfälle für Ihre Lieblinge.

Sie bekamm Ihren Namen durch den Hausierhandel mit Zuckerwaren, vor allem mit Pfefferminzrollen.
Weil Ihr Zahnlloser Mund bei der Aussprache des Pfefferminzchen fefällig nur ein verstummeltes Pepfermündje herausbrachte.

Zu Ihrem Auftreten gehöhrte es auch das Sie nach Ihrem imaginären Vorbild, der Königin von Saba, tanzte und sang. In Karnevalssitzungen begeisterte Sie durch Ihre Kundt des Stegreimdichtens. Sie verstarb im letzten Krieg.

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Koblenzer Originale     Dat Blemersch Klär

  • Dat Blemersch KlärDat Blemersch Klär

Dat Blemersch Klär

... war in früherer Zeit als Maketenderin bekannt und zog mit den Soldaten aufs Manöverfeld und die Übungsplätze. Gezeichnet mit Kaffekessel in der einen und Doppelhenkelkorb in der anderen Hand ziehrte Sie lange Zeit die Sitzungssäle im Kowelenzer Karneval.

Wenn dat Blemersch Klär von Zeit zu Zeit torkelnd und wankend durch die Altstadt zog konnte es von Zeit zu Zeit vorkommen das Ihre Beine versagten. Auf Veranlassung der Polizei wurde Sie dann auf eine Schubkarre geladen und ins Kittchen transportiert.

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Koblenzer Originale     Dä lange Gummi

  • Dä lange GummiDä lange Gummi

Dä lange Gummi

... Der Haussierer Peter Schneider wurde der lange Gummi genannt weil er durch kautschukartige Vor-, Rück- und Seitenbewegungen seiner Gliedmaßen, die durch eine Nervenerkrankung hervorgerufen war, stets die Aufmerksamkeit auf sich zog. Ehrlich und wacker in der Arbeit schlug er sich durch seinen nicht leichten Alltag mit dem verkauf von Hosenträgern, Schnürriemen und Zeitungen.

Seinen Grabstein beschriftete man mit den Worten Im Leben hieß ich Peter Schneider Im laufen war ich lustig - heiter Der Volksmund nannte mich Gummi Der Herrgott warf mich - ummi!

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Koblenzer Originale     Dat Plakate-Männche

  • Dat Plakate-MänncheDat Plakate-Männche

Dat Plakate-Männche

... war auch eine Persönlichkeit die im Kowelenzer Karneval auffiel. In seinem ersten Beruf Plakatanklebemeister viel er durch seine knabenhafte Gestalt mit zu groß geratenem Kopf und dem Schnurr- und Knebelbart sowie dem bis auf die Schultern herabwallenden langen Künstlerhaar sofort allen Passanten auf.

Zum Rosenmontag ging eine sichtliche Verwandlung in ihm vor. In seinem Pagegewand in war er zu Füßen der stolzen Confluentia zu finden.

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Koblenzer Originale     Dä Seppel en der Onnerbox

  • Dä Seppel en der OnnerboxDä Seppel en der Onnerbox

Dä Seppel en der Onnerbox

... im wahren Leben Josef Schneider war er als Bänkelsänger und als Vater des Athleten Francois Schneider, der als Rheinlands Eiche bekannt war, weit über Koblenz hinaus bekannt.

Josef Schneider arbeitete als Sänger, Schauspieler, und Theatersouffleur und war nachdem in seine Frau verlassen hatte nur noch damit beschäftigt Spießbürger an den Pranger zu stellen.

Als es einmal mangels Kleingeld für eine neue Hose nicht reichte, ging er in der Unterhose und Gehrock bekleidet auf die Straße. So bekam er seinen Namen!

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Koblenzer Originale     Donner-Wetter-Mina

  • Donner-Wetter-MinaDonner-Wetter-Mina

Donner-Wetter-Mina

... von Beruf Beruf Dienstmann wurde er durch einen verhängnisvollen Kuß bekannt. Auf eine Wette hin gab er auf dem Paradeplatz unter den Linden vor dem Stadttheater einer hochstehenden Koblenzer Dame vor Ihrem Verlobten, einem Gardeleutnant, einen Kuß. Der Offizier der aufgrund dieses Vorfalls davongelaufen war verlor hierdurch seine Verlobte die sich in ein Kloster zurückzog.

Ab da galt der Ausspruch Donner-Wetter-Mina als verwunderungsruf.

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Koblenzer Originale     Dä Geijerfranz met dem Zigarrekasten

  • Dä Geijerfranz met dem ZigarrekastenDä Geijerfranz met dem Zigarrekasten

Dä Geijerfranz met dem Zigarrekasten

... im wahren Leben Franz Gellering war in jungen Jahren als Klempner und Installateur tätig und wurde dann als Bänkelsänger bekannt. Seine Violine bestand aus einer Zigarrenkiste die mit fünf Saiten bespannt war. Es gab kein Fest und keine Kirmes an der Franz Gellering fehlte.

Zum Gedenken wurde im auf dem Friedhof eine Tafel errichtet auf der steht:

Tot ruht nun aus der Geiger-Franz,
verklungen jäh sein Spiel und Tanz,
jetzt hauset er im Himmelein
und spielt zum Tanz den Engelein.

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Koblenzer Originale     Spitals Andun

  • Spitals AndunSpitals Andun

Spitals Andun

“Hoch, Hurra und Allotria”

“Spitals Andun” war in Koblenz bekannt. Vor allem weil er an seinem Namenstag, Pappschachteln und Zigarrenkisten unter dem Arm, den Hut mit Bändern und Blumen geziert, langsam durch die Straßen der Koblenzer Altstadt wandelte. Von der Schängeljugend überall mit Hoch, Hurra und Allotria begrüßt war sein Namenstag war immer ein festliches Geschehen. Alle Geschäftsleute und Privatpersonen wetteiferten, ihm den Tag zu verschönern und unvergesslich zu gestalten.

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Koblenzer Originale     Schuster Röhrig

  • Schuster RöhrigSchuster Röhrig

Schuster Röhrig

Schuster Röhrig war als kleine Person bekannt. Seine Frau überragte ihn um das doppelte. Beim spazieren gehen nahm Sie ihren Mann an der Hand, so das es aussah als ob eine Mutter mit Ihrem Sohn spazieren ging.

Er sollte seiner Frau, die im Wochenbett lag, eine Weinsupppe kochen, wobei er aber den Zucker vergaß. Als sie die Suppe probierte, verzog Sie Ihr Gesicht und sprach "Die Sopp kann ich net esse, die es mir vill zo sauer" worauf Ihr der Schuster antwortete "Och dat dot mir awer leid, geff die Sopp mal her, ich dohn e bessje Zucker dran, dann ess ich se"

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