Kloster Kartäuser Orden
Das Kloster des Kartäuser Orden, gelegen auf dem ehemaligen Beautusberg (Hunnenberg), lag außerhalb der Stadmauern. Das Kartäuser Kloster entstand aus einem Benediktiner Kloster und wurde mit dem Fort Konstantin und Anlagen der Feste Kaiser Alexander überbaut. Der Ortsteil Koblenz Karthause wurde nach diesem Kloster benannt. Die Reste des von den Franzosen aufgelösten ehemaligen Kartäuser Klosters wurden entfernt. Nur den Keller des Prioratsgebäudes am Osthang baute man zur Festungsbäckerei um. Im Hang, durch vier gemauerte Lisenen verstärkt und mit zwei quadratischen Türmchen an den Außenecken, ist der Keller noch heute deutlich sichtbar. Neben einem steinernen Kruzifix (der weiße Herrgott), das an der Stelle eines Kreuzungspunkt stand, an dem die alte Löhrstraße in den Engelsweg (die spätere Römerstraße) mündete, die Beatusstraße auf den Markenbilchenweg traf und die Hunsrückhöhenstraße abzweigte, endeten die Heiligweg- Stationen aus der Stadt. Daneben im Weinberg (Kreuzberg) stand seit 1494 die heilig Kreuz Kirche Vom Stifter nach der Rückkehr aus dem hl. Land geplant, war sie in den Fels des Berges hineingebaut. Im Inneren dieser Kapelle wurde das hl. Grab dargestellt. Der Berg galt als heilig weil hier - so die überlieferung - zahlreiche Christen ihren unerschütterlichen Glauben mit einem gewaltsamen Tod bezahlten. Die Gebeine dieser Märtyrer, angeblich über dreißig, lagen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in der Krypta unter dem Altarraum der Klosterkirche.
Benediktiner Orden
Das Kloster der Benediktinerinnen hatte seinen Standort im Rhein auf der Insel Oberwerth. Es wurde 1142 gebaut. Die 1553 wahrscheinlich wiederbegründete Benediktinerabtei auf dem Beatusberg, die 1315 in ein Chorherrenstift wurde 1331 in ein Kartäuserkloster umgewandelt.
Die Benediktinerinnen wurden 1802 enteignet und das Kloster auf dem Oberwerth danach abgerissen. Das Benediktiner Kloster aus dem das Kartäuser Kloster entstand wurde mit dem Fort Konstantin und der Feste Kaiser Alexander überbaut. Die Kloster der Benediktinner lagen außerhalb der Stadmauern.
Kloster des Dominikaner Orden
Seit dem Jahr 1233 hatten sich Dominikaner in Koblenz niedergelassen. Aus einem Beginenhaus ging das Dominikanerinnenkloster zur hl. Katharina hervor. Das gotische Kloster der Dominikaner befand sich in der Weißergasse in Koblenz. Es erlitt starke Beschädigungen bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg und wurde 1958 vollständig abgerissen.Nur das Rokokoportal von 1754 blieb erhalten und erinnert an den Standort des Klosters, auf dessen Gelände heute eine Schule steht.
Franziskaner Orden
Kloster der Franziskaner hatte seinen Standort in der Kastorgasse. Es wurde 1236 gebaut.
Zisterzienserinnen
Kloster der Zisterzienserinnen hatte seinen Standort In der Lehr. Es wurde 1244 gebaut. Für ihren Bau der Jesuiten Kirche St. Johann Baptist wurde die alte Zisterzienserinnenkirche am Jesuitenplatzaus dem 13. Jahrhundert bis auf den gotischen Chor abgebrochen.
Beginen Häuser
Es gab mehrere Beginen Häuser in Koblenz. Einige Beginenhäuser bestanden in der Nähe des Dominikanerklosters. Aus ihnen ging auch das Dominikanerinnenkloster zur hl. Katharina in der Weißergasse hervor. Weitere Beginenkonvente, die später in Nonnenklöstern aufgingen, lagen im Vogelsang und in der Görresgasse. 1216 erhielten die Beginen und Begarden auf Ersuchen Jakob von Vitrys eine mündliche Bewilligung vom Papst, die Gründung von neuen geistlichen Gemeinden war bis dahin verboten. Darauf folgte die Zeit der größten Ausbreitung des Beginen- und Begardenwesens. Konvente entstanden in fast ganz Westeuropa, besonders in Oberitalien, Südfrankreich, Deutschland, den Niederlanden, österreich, Böhmen und der Schweiz. Neben den sesshaften Beginen- und Begardengemeinschaften entstanden in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auch wandernde Gemeinschaften, die ebenfalls vom Betteln lebten. Sie vertraten häufig religiöse Vorstellungen des deutschen Mystikers Meister Eckhart und wurden nicht nur von der Kirche, sondern auch von den Städtern ungern gesehen. Besonders diese Gruppierungen gerieten in den Ruf, Häretikern nahe zu stehen bzw. selbst häretisches Gedankengut zu verbreiten. Nach Auseinandersetzungen mit Häresien wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Inquisition gegründet. Die Inquisition war von Anfang an eine Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat gegen Häretiker. Insbesondere die deutschen Bischöfe bekämpften die Bewegung und setzten 1311 auf dem Konzil von Vienne eine Verurteilung durch, von der der Papst nur die südlichen Niederlande (Flandern) ausnahm. Die deutschen Beginenhöfe wurden in der Folge aufgelöst.
Während die Inquisition in Toulouse vom Jahr 1307 an zahlreiche Beginen und Begarden als Ketzer zur Einmauerung und Verbrennung verurteilte, erließ Papst Johannes XXII. am 7. März 1319 eine Bulle, in welcher allen denjenigen Beginen und Begarden, welche die Regel der Franziskaner-Tertiarier annehmen wollten, Gnade zugesichert wurde. Viele Gemeinschaften stellten sich daraufhin unter den Schutz des Franziskaner- oder Dominikanerordens. Mitte des 14. Jahrhunderts kam es im Heiligen Römischen Reich unter dem Inquisitor Walter Kerlinger zu intensiven Verfolgungen von Beginen und Begarden: Kaiser Karl IV. lobte 1369 die Verdienste Kerlingers um die angebliche Ausrottung der Beginen und Begarden.
Kloster Jesuiten Orden
Der Jesuitenorden ließ sich 1580 an der Stelle des Zisterzienserinnenklosters "in der Lehr" am heutigen Jesuitenplatz nieder. Seit 1895 wird ein großer Teil der ehemaligen Klostergebäude als Rathaus der Stadt Koblenz genutzt. Die Jesuiten Kirche St. Johann Baptist (Johannes der Täufer) ist zwischen 1613 und 1617 als gewölbte Säulenbasilika erbaut worden. 1944 wurde die Kirche wie viele Kirchen in Koblenz zerstört. Die Fesnter des Westportals blieben erhalten. Es existiert auch noch ein barockes Treppenhaus.
Augustinerinnen
Das ehemaligen Augustinerinnenkloster St.Barbara wurde von der Priorin Anna Maria Goblet, die am 8.Mai 1820 gestorben ist, geleitet. Das Kloster selbst wurde am 9.Aug.1802 aufgelöst. Die St. Barbara Kirche hatte Ihren Standort auf der Löhrstraße. Das Gesamtgelände der Augustinerinnen reichte bis zu Pfuhlgasse. Vorher stand an dieser Stelle seit 1239 das städtische Hospital. Auch das erste Obdachlosenasyl der Stadt war dort untergebracht. Die Kirche wurde 1910 und der Rest 1930 abgerissen. Der Hauptaltar der St. Barbara Kirche ziert heute noch die Pfarrkirche St.Johannes in Metternich. Eines der wohl bekanntesten Gebäude in der Goldgrube ist das Ende des 16. Jahrhunderts erbaute Kloster St. Barbara ist heute noch erhalten. Das bis 1971 als Waisenhaus und danach als Altenheim genutzte Gebäude erhielt seinen Namen von der Heiligen Barbara. Im Jahre 1998 wurden umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen durchgeführt.









